Häufige Fragen

Früher gab's auch keine Coaches

Immer wieder begegne ich Vorbehalten gegenüber dem Beruf des Coachs und Supervisors. Lesen Sie hier meine Antworten auf die häufigsten Einwände:

  • Früher gab's auch keine Coaches! Ging auch!

    Früher gab und heute gibt es ältere, erfahrene Mitarbeiter, die als Mentoren Jüngere mit ihrem organisationsspezifischen Wissen und ihrer Erfahrung durch die ersten Irrungen und Wirrungen des Berufslebens geleiten und sie in ihrer Karriereplanung unterstützen.

    Coaching erweitert das Mentoring. Der Coach ist kein Lehrer und kein Teil der Organisation, sondern ein unabhängiger Gesprächspartner für Ihre individuellen und spezifischen Anliegen.

  • Was soll ich mit einem Therapeuten? Ich bin doch nicht krank!

    Coaching ist keine Therapie! Coaching ist eine Form der persönlichen Beratung, in der Regel in Anspruch genommen von Menschen, die lernen wollen, mit einer konkreten beruflichen Herausforderung oder Konfliktsituation besser umzugehen. Manche - insbesondere Führungskräfte - lassen sich auch vorausschauend coachen. Sie wollen vorbereitet sein.

    Natürlich hat Coaching Grenzen. Ein Burnout-Syndrom z. B. lässt sich nicht einfach "wegcoachen". In einem solchen Fall würde ich Sie weder darin unterstützen, auf Teufel komm raus durchzuhalten, noch alles hinzuschmeißen. Wir würden gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die Sie wieder in die "Work-Life-Balance" bringen.

    Sollte eine weitergehende Unterstützung nötig sein, kann ich Ihnen konkrete Ansprechpartner nennen.

  • Wenn ich mit einem despotischen Mitarbeiter/Chef zu kämpfen habe, nützt mir auch Coaching nichts.

    Coaching unterstützt Sie dabei, einzelne Problemaspekte differenzierter zu beleuchten und Handlungsspielräume zu erarbeiten. Eine Strategie, die an Ihrer individuellen Situation, an Ihren persönlichen Bedingungen orientiert ist, kann sehr effektiv sein.

    Sie können lernen, mit diesen Belastungen so umzugehen, dass Sie Ihre Energien und Ressourcen bewahren und gezielt einsetzen statt auszubrennen, zu resignieren oder innerlich zu kündigen.

  • Was versteht ein Coach schon von meiner Arbeit?

    Zugegeben: Ich weiß nicht, wie man ein Auto baut, einen Blinddarm operiert oder Zytostatika herstellt. Aber ich weiß, wie zum Beispiel Führung und Konfliktmanagement in Stresssituationen gelingen können.

    Ich habe langjährige Erfahrung zu erkennen, welche Konfliktpotenziale etwa in unterschiedlichen Rollenerwartungen und Schnittstellenproblemen schlummern, wie sie sich klären und auflösen lassen.

    Sollten wir zum Ergebnis kommen, dass es sinnvoll ist, externe Feldkompetenz hinzuziehen, z. B. einen IT-Spezialisten oder Juristen, dann tun wir das.

  • Ich brauche keinen Coach. Ein Gespräch mit einem guten Freund bringt mir viel mehr.

    Auch ein guter Freund kann Ihnen zuhören und Sie unterstützen. Aber nur soweit, wie er die Konfliktsituation kennt und beurteilen kann. Aber sagen Sie einem Freund wirklich alles, was Sie beschäftigt?

    Oft liegen die Wurzeln eines Problems in einem Bereich, über den sich leichter mit einem neutralen Coach sprechen lässt als mit einem Freund.

    Sie können sich auf meine kritische, aber immer wohlwollende Rückmeldung verlassen - auch dann, wenn Sie es vielleicht gerade nicht gerne hören wollen.

  • Wenn ich ein Problem habe, lese ich lieber ein gutes Fachbuch und hole mir dort die Lösung.

    Ich stimme zu: Manche (Psycho-) Ratgeber sind wirklich recht gut. Sie bieten Ratschläge und Empfehlungen, die man sich aneignen kann, um mit bestimmten Situationen besser fertig zu werden.

    Die notwendige Vereinfachung und Generalisierung der Zusammenhänge deckt jedoch nicht immer das ab, was für Sie persönlich relevant ist.

    Ihre individuelle Situation ist viel zu komplex und zu spezifisch, um sie zwischen zwei Buchdeckeln angemessen erfassen zu können. In meiner Arbeit als Supervisorin und Coach steht sie im Mittelpunkt.

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